Auf dem Bild für den Deutschen Kongress für Endokrinologie vom 20.3 bis 22.3.2019 in Göttingen sind Arnold-Adolf Berthold, Adolf Windaus und Werner Creutzfeld zu sehen, im Hintergrund die Aula der Universität. Der bunte und prominente Hahn nimmt Bezug auf die wegweisenden Experimente von Berthold, der Hoden in Hühner transplantierte, die dann Eigenschaften der Hähne annahmen. Die Sonne und die Steroidformel weisen auf die Bedeutung für das Vitamin D hin. Für die Charakterisierung des Vitamin D bekam Windaus den Nobelpreis. Der Entwurf des Kongresslogos stammt von Frau Conny Blaack aus Göttingen.

In Göttingen wurden durch Arnold-Adolf Berthold (1801-1863) erste grundlegende endokrinologische Experimente durchgeführt. Er gilt als einer der Begründer unseres Faches und ist der Namensgeber unserer Berthold Lecture. Berthold war Professor für Physiologische Anatomie und Naturgeschichte. Er stellte 1849 die Verbindung her zwischen männlichen Sexual- und Verhaltenscharakteristika und einer von den Hoden sezernierten Substanz und konnte zeigen, dass transplantierte Hoden diese Effekte durch Sekretion einer Substanz in die Blutbahn verursachen.

Auch Werner Creutzfeld (1924-2006), der 1964-1992 den Lehrstuhl für Innere Medizin und später für Gastroenterologie und Endokrinologie leitete, hat durch wegweisende Arbeiten zum Inkretin-Konzept und zum GLP-1 die moderne Therapie des Diabetes mellitus maßgeblich beeinflusst.

Für die Verbindung von Göttingen zur Osteologie steht Adolf Windaus (1876-1959). Er erhielt 1928 den Nobelpreis für Chemie für seine Verdienste um die Erforschung des Aufbaus der Sterine und ihres Zusammenhangs mit den Vitaminen, insbesondere mit Vitamin D und Vitamin A. Die chemische Synthese von Vitamin D basiert auf seinen Arbeiten und hat bei vielen Kindern im Industriezeitalter die Probleme der Osteomalazie gelöst.


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